Mittwoch, 22. Februar 2017

MeMadeMittwoch im Kleid-Pulli

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! 

Derzeit gibt es bei mir eine temporäre berufliche Veränderung, die mich an der einen Stelle einschränkt, aber an anderer Stelle habe ich plötzlich ungewohnte Freizeit. So heute Morgen und da dachte ich mir, weil ich doch gerade gestern einen neuen Pulli genäht hatte und es heute auch noch Mittwoch ist, ich könnte ja mal wieder bloggen.

Der Pulli ist auch wirklich so schön, dass er es verdient hat, hier gezeigt zu werden. Dieses Blog soll ja nicht nur die Weihnachtskleidproduktion dokumentieren.

Dieser Pulli hat auch schöne Bilder verdient und da dachte ich mir doch, ich gehe an diesem trüben Tag einfach mal nach draußen. Jetzt, wo das Kamerastativ nicht mehr im Keller vergraben ist, bin ich ja quasi vogelfrei. Aber nun ja, ich bin wohl auch vogelscheu. Zumindest sehen die Bilder ziemlich komisch aus. Es ist heute so trüb, dass die Kamera beim ersten Bild auch noch entschieden hat, dass sie Blitz benötigt. Ich hatte somit gleich zu Beginn auf mich aufmerksam gemacht und wollte dann nur noch fertig werden.

Weil man auf den Bildern den Pulli kaum erkennt, habe ich ihn auch noch einmal allein fotografiert. Also das ist er: mein neuer Lieblingspulli, der genauso gut ein Kleid sein kann.



Der Stoff ist eine Eigenproduktion vom Stoffbüro. Es handelt sich um BIO KUSCHEL Feinripp von Albstoffe. Ich mein "KUSCHEL" - dieser Stoff ist so kuschelig, da bin ich fast traurig, dass irgendwann der Frühling kommt. Das war auch der Grund, warum ich den Pulli endlich nähen musste. Den Stoff hatte ich im Januar bestellt und jetzt haben wir schon Ende Februar!

Als ich den Stoff bestellt hatte, wollte ich eigentlich nur einfache Shirts zum Drunterziehen daraus nähen. Aber dann hatte ich irgendwie Lust, endlich noch einmal eine Alice zu nähen. Das Schnittmuster hatte ich im Sommer 2015 zum Geburtstag bekommen. Für einen Kugelbauch finde ich den Schnitt aber nicht geeignet und so sah das Shirt komisch aus und wurde bald aussortiert.

Ich habe das Shirt mit den Armpatches genäht. Dazu habe ich die Armpatches erst mit einfachen Geradstich von rechts aufgesteppt und dann noch einmal mit dem dreifachen Coverstich meiner Covermaschine von links abgesteppt. So ergeben sich um die Armpatches höchst dekorative Covernähte. Auch die Raglannähte sind mit der Cover von links übernäht und setzen in dunkelblau einen schönen Kontrast. Den Halsausschnitt habe ich dann ebenfalls mit dunkelblauen Jersey abgesetzt. Da der Rippjersey sehr dehnbar ist, habe ich die Weite des Halsausschnittes am Schnittmuster abgemessen. Das empfiehlt sich wohl immer, muss ich jetzt im Nachhinein sagen. Von der Weite habe ich dann die üblichen 80% für Jersey berechnet und erhielt einen entsprechend kurzen Streifen. Da der Streifen mehr zur Versäuberung dienen sollte und nur ein kleiner Kontrast, habe ich einen nur 3 cm breiten Streifen zugeschnitten, zum Ring geschlossen und längs gefaltet rechts auf rechts mit der Overlock an den Halsausschnitt genäht. Beim Markieren der Viertel hätte ich fast gedacht, dass ich es nie schaffe, den stark dehnbaren Rippjersey und den Halsausschnittstreifen ohne Falten zu verbinden. Aber ich habe es trotzdem geschafft. Die Nahtzugabe habe ich dann zusätzlich mit einer Covernaht festgesteppt. Der Streifen ist jetzt ca. 0.5 Zentimeter breit und gefällt mir sehr gut. Am Saum habe ich dann noch einen breiten Streifen angesetzt und plötzlich hatte ich ein Kleid. Also für zuhause ist es tatsächlich so lang, dass ich es mit Leggings kombinieren könnte. Aber zur Arbeit kombiniere ich lieber noch einen Rock. Zu einer schmalen Jeans würde das Shirt auch prima passen, aber ich habe derzeit keine einzige passende Hose im Schrank und ich überlege, mir auch eine Ginger zu nähen... Aber nicht mehr heute.

Lieber gucke ich noch ein bisschen beim MeMadeMittwoch vorbei. Dort habe ich auch schon eine Ginger-Jeans gesehen und die Jacke von Katharina ist ja auch der Hammer.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

WKSA 2016 Teil 5 - Finale

Ich habe es geschafft! Und damit meine ich nicht das Kleid, dass ja bereits am Sonntag fertig war. Ich habe es geschafft zum ersten Mal am gesamten Sew Along teilzunehmen. Ich habe keinen Termin geschwänzt und bin sogar beim Finale dabei. Es hat nur 5 Jahre gedauert und jetzt ist es endlich soweit. Ich bin sehr stolz auf mich.

Ich habe für die Fotos mal nicht die Schuhe gewechselt. Auch wenn das Kleid mit Stiefeln oder anderen eleganten Schuhen sicher schicker wirken würde, habe ich die Pantoffeln angelassen für mehr Authentizität.

Damit der Baum besser wirken kann, bin ich auch mal zur Seite getreten. Man beachte, wie stilvoll er geschmückt ist. Als der Sohn die Ostereier gesehen hatte, mussten die unbedingt mit dran.

Nun, es handelt sich um ein Merino-Strickkleid. Es ist bequem und sitzt nicht wie Wurstpelle. Ich fühle mich sehr wohl und es passt zu unserem Weihnachtsfest und unserem Leben mit kleinen Kindern. Ich habe das auf dem Foto mal nachgestellt. Die meiste Zeit der Weihnachtsfeiertage werde ich auf dem Boden verbringen und mit Autos und Lego spielen und ich freue mich darauf.

Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Ich bin gespannt, was das kommende Jahr so bringen wird und ob es hier wieder etwas mehr zu lesen gibt. Spätestens zum nächsten Weihnachtskleid-Sew-Along werden wir uns aber sicher wieder lesen ;-)

Und hier gehts zum großen Finale auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Kleid: Ottobre Herbst/Winter 2015 Square Neck
Stoff: Merinostrickstoff aus dem Nähkontor

Sonntag, 18. Dezember 2016

WKSA 2016 Teil 4 - Fertig. Mit Kleid 1 und 2.

Ich bin fertig, aber das war ja bereits vor zwei Wochen absehbar. In den letzten beiden Wochen habe ich nur den Saum und die Ärmel umgenäht. Ich muss das Kleid noch bügeln, aber es ist ja trotzdem fertig. Alle Fäden der Covernähte sind ordentlich vernäht.

Die erste Anprobe nach dem Fertigstellen war wie "Nach-Hause-Kommen". Ich finde, das Kleid ist wie für mich gemacht. Ich alte Frostbeule. Also so ein Merinokleid braucht wohl jede, die im Winter sonst jedes Outfit ruiniert, in dem sie eine Fleecejacke drüberzieht. Das war nämlich bisher immer der Fall. 
Tragebilder gibt es dann mit Baum zum Finale
Da ich mein Weihnachtskleid selbstverständlich erst am Heiligabend zum ersten Mal trage und dementsprechend noch warten muss (Vorfreude ist die schönste Freude..), habe ich mein Probekleid die letzten Wochen um so häufiger getragen. Ich fühle mich auch darin gut angezogen und mit dem Recycling-Strick ist es auch noch das fairste und "grünste" Kleidungsstück, das ich besitze und wenn ich mir das ab und an bewusst mache, fühle ich mich gleich total gut ;-) Entgegen der ersten Annahme ist es auch bürotauglich.

Was ich nun noch bis Weihnachten machen muss, ist zu entscheiden, wann ich welches Kleid trage. Aber das kann ich ja noch etwas prokastinieren und derweil bei den anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen nach dem aktuellen Stand sehen. Den gibt es wie immer auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.

Sonntag, 4. Dezember 2016

WKSA 2016 Teil 3 - Probeteil und Zwischenstand

Wie ich bereits vor 2 Wochen am Ende meines Berichts vorausgesagt habe, wurde das Probeteil noch am 20. November zusammengenäht. Auf dem unten stehenden Bild kann man das Ergebnis sehen, bevor ich das Kleid an Armen und Saum umgenäht hatte. Es ist ein Spiegelselfie und Dunkelblau lässt sich ähnlich schwer fotografieren wie schwarz, darum kann man vielleicht nicht viel sehen. Aber es war auf jeden Fall klar, dass ein Probekleid eine gute Idee war. Es war doch recht weit. Dennoch gefällt mir das Kleid und ich habe es die letzten beiden Wochenenden auch schon ausgiebig getragen. Es ist bequem und passt gut in den Alltag mit 2 kleinen Kindern. Es ist aber ein Freizeitkleid.


Für das Weihnachtskleid habe ich den Schnitt dann einfach noch einmal eine Nummer kleiner zugeschnitten. Beim Aufnähen des Framilonbandes am Ausschnitt habe ich beim Probemodell nicht sehr akkurat gearbeitet und ich wusste danach, dass ich das beim Weihnachtskleid besser machen könnte. Dafür habe ich die Länge des Framilonbandes an den Schnittmusterteilen abgemessen und bei allen Verbindungsnähten und in der vorderen Mitte eine Markierungsnadel in das Band gepiekst und die 3 cm Nahtzugabe habe ich auf der gesamten Länge mit Schneiderkreide aufgemalt, so dass ich das Framilonband dann wirklich exakt an der Umbruchkante auf der Nahtzugabe festgesteppt habe. Beim Festnähen habe ich dann auch gleich gemerkt, dass der quadratische Ausschnitt so viel besser zur Geltung kommt.
Nun, die Farbe lässt sich natürlich auch besser fotografieren, aber ich denke, man kann trotzdem sehen, dass sich das Weihnachtskleid viel besser anschmiegt und ich finde, man sieht auch, wie kuschelig es ist. Der edle Charakter des Stoffes kommt auf dem Spiegelselfie nicht so gut rüber, aber für das Finale werde ich auf jeden Fall noch schöne Bilder mit der Spiegelreflex und Stativ vor unserem Tannenbaum machen.

Das Kleid ist quasi fertig. In die Covermaschine habe ich wieder das richtige Garn eingefädelt (es musste kurz in die Overlock, um die Seitennähte zu nähen) und die Saumzugaben sind bereits korrekt markiert. Jetzt müsste ich es nur noch fertig nähen, aber es ist noch soviel Zeit bis Heiligabend und dem Finale, dass ich lieber noch etwas aus den Resten genäht habe.

Aus dem Rest vom Probeteil nähte ich eine 10-Minuten-Leggings in Größe 80. Als ich diese Leggings vor mir sah, hatte ich plötzlich den unbändigen Wunsch, meiner Tochter ein Weihnachtskleid zu nähen. Das sähe sicher niedlich aus zusammen, aber ich bleibe bei der Meinung, dass Kleider für Kleinkinder nicht alltagstauglich sind.

Da ich das Kleid eine Größe kleiner zugeschnitten habe, hatte ich noch genügend Reste für einen Raglan-Pulli in Größe 80 (Schnitt aus dem 1. Buch von Pauline Dohmen). Er sieht vom Schnitt her meinem Lindensweatshirt so ähnlich. Ich bin total verliebt. Außerdem ist meine Tochter so kuschelig, wenn sie ihn trägt und wenn sie ihn schmutzig macht, wische ich ihn einfach ab. Ich liebe Wolle!

Das Weihnachtskleid ist also so gut wie fertig und die Stoffreste sind auch schon vernäht. Bis zum nächsten Treffen in 2 Wochen ist das Kleid sicher fertig und ich kann mich der Frage widmen, welche Strumpfhose ich dazu anziehen werde. Ich habe braun, bordeaux und petrol im Angebot. Auf dem oberen Bild kann man außerdem sehen, dass dunkelblau eigentlich eine gute Wahl ist. Ich werde dann wohl noch eine Strumpfhose kaufen. ;-)

Und jetzt freue ich mich darauf, bei den anderen vorbeizuschauen, die sich bis jetzt auf dem MeMadeMittwoch-Blog verlinkt haben.